Vivan ist eine nicht gewinnorientierte Weinbaugenossenschaft, die sich im Besitz unserer Mitglieder befindet und von diesen verwaltet wird.
Unsere Struktur wurde entwickelt, um traditionelle Machtungleichgewichte in der Weinindustrie abzubauen und sicherzustellen, dass die ökologische Wiederherstellung stets durch soziale Gerechtigkeit und demokratische Kontrolle unterstützt wird.
Die Weinindustrie hat Frauen durch patriarchalische Erbnormen und ein erhebliches geschlechtsspezifisches Lohngefälle historisch marginalisiert. Während traditionelle Modelle auf „Chancengleichheit“ abzielen, konzentriert sich Vivan auf Gerechtigkeit – durch die aktive Wiederherstellung des Gleichgewichts durch die Beseitigung dieser historischen Benachteiligungen.
Unser Engagement: Vivan priorisiert aktiv die Beschaffung von Weinbergen, die von Frauen geführt werden, mit einem festen Ziel von 50 % Vertretung unter unseren Genossenschaftsmitgliedern.
Maßnahme: Wir nutzen unsere genossenschaftliche Struktur, um sicherzustellen, dass weibliche Produzenten innerhalb des Kollektivs gleiche Sichtbarkeit, technische Entscheidungsbefugnis und finanzielle Souveränität haben.
Der industrielle Weinbau setzt zunehmend auf schwere Maschinen und mechanisierte Monokulturen. Dieser Trend schädigt nicht nur den Boden, sondern verdrängt auch menschliche Arbeitskräfte und untergräbt die wirtschaftlichen Grundlagen kleiner Dörfer.
Unser Engagement: Wir lehnen die „Effizienz“ der Verdrängung ab. Wir priorisieren Betriebe, die ein hohes Verhältnis von Bauern zu Land durch manuelle Ernte und menschliche Handwerkskunst aufrechterhalten.
Maßnahme: Indem wir Werte von industriellen Zwischenhändlern direkt an die Produzenten umleiten, stellen wir sicher, dass der ländliche Weinbau für die nächste Generation ein innovativer, finanziell tragfähiger und würdevoller Beruf bleibt.
Als nicht gewinnorientierte Genossenschaft arbeitet Vivan nach dem Prinzip des Gemeineigentums. Überschüsse, die von der Gesellschaft erwirtschaftet werden, werden in unsere Mission reinvestiert – Finanzierung der Bodensanierung, Unterstützung unserer Mitglieder und Sicherstellung der langfristigen Widerstandsfähigkeit unserer Weinberge.
Genossenschaftliche Demokratie: Gerechtigkeit wird durch das genossenschaftliche Kernprinzip „Ein Mitglied, eine Stimme“ durchgesetzt. Jedes Mitglied – unabhängig von Geschlecht, Herkunft oder Produktionsvolumen – hat eine gleichberechtigte Stimme in der strategischen Ausrichtung der Gesellschaft.
Radikale Transparenz: Wir distanzieren uns von marketinggesteuerten Narrativen hin zu evidenzbasierten Berichten und bieten volle Transparenz über unsere sozialen und ökologischen Kennzahlen als Teil unseres Engagements gegenüber unseren Mitgliedern und der Öffentlichkeit.